W25#05 …Kunstprojekt PLANET 24.10.2020

W25 – 25 Jahre Wacker Fabrik | Wacker Kunst Wochenende
Zum Jubiläumsjahr 2020 präsentiert Wacker Kunst in der letzten Oktoberwoche nuneinige wegen des Lockdowns im Frühjahr verschobene Kunst-Veranstaltungen.
Zunächst wird NORBERT KOTTMANN, ehemals Wacker-Gastkünstler, sein vor 25 Jahren Jahren in der Wacker Fabrik begonnenes Kunstprojekt „Planet“ in einer konstruktiv neuen Variante als Großplastik in Form einer Kugel mit über 500 cm Durchmesser realisieren. „Planet“ wird eine Woche lang auf dem Wacker Fabrik Außengelände zu sehen sein.
Als zweiter Programmpunkt wird die Kunstaktion „its-gratis-com“ des finnischen Foto-Künstlers OSKAR LINDSTRÖM stattfinden. Die Relikte der Aktion mit Fotografien münden in einer Ausstellung während des Wochenendes.
Im Mittelpunkt des Wochenendes stehen dann die OFFENEN ATELIERS der Wacker Fabrik. Hier sind Besucher eingeladen hinter die Kulissen von Kunst-Ateliers und Studios zu schauen und Werken aus Kunst, Medien und Mode an den Produktionsorten zu begegnen.
Die Veranstaltungen finden unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften statt.

 

P L A N E T
Kunstprojekt von
NORBERT KOTTMANN

Samstag, 24.10.2020
11-17 Uhr
Aufbau-Aktion auf Wacker Gelände > Wiese östlich Shedhalle (Wacker F)

Ausstellung Kugelplastik Planet :
24.10.-01.11.2020

 

WACKER KUNST INFO

PLANET 1 [2. Versuch]
Konzeptskizze von Norbert Kottmann:
1. Versuch: Im Jahre 1996 wurde ich von Wacker-Kunst zu dem internationalen Ausstellungsprojekt „Fall-Out“ auf das damals noch größtenteils ungenutzten Firmengelände von Wacker & Dörr nach Mühltal bei Darmstadt eingeladen. Das Ausstellungskonzept sah vor, dass die Künstler auf dem weitläufigen Industriegelände vor Ort, mit der Situation, mit den Räumen und Materialien eine längere Zeit arbeiten sollten. Ich entwickelte für dieses Angebot das Konzept für die Realisierung eines „Kleinen Planeten“.
So arbeitete ich zwei Wochen lang mit einer Gruppe arbeitsloser, schwervermittelbaren Jugendlichen auf dem Außengelände der Wacker-Fabrik an dem Bau der ca. 512 cm großen Kugel.
Zur Eröffnung war die Grundkonstruktion fertig, noch in der Nacht wurde die Kugel durch Unbekannte zerstört, diese hatten versucht den „kleinen Planeten“ ins Rollen zu bringen, doch durch seine eigene Schwerkraft bedingt, brach er zusammen.

2. Versuch: Nun fast 25 Jahre später, die Planetenidee hatte mich in all den Jahren weiter künstlerisch beschäftigt, kam mir wieder der geniale Architekt Buckminster Fuller in den Sinn. So recherchierte ich im Internet nach seinen „Geodätischen Kuppeln“ und stellte erstaunt fest das seine visionären Ideen und Konstruktionen immer noch aktuell waren, ja das es eine regelgerechte „Szene“ für den Bau von geodätisch konstruierten Kuppeln, sogenannte „Dome“, gab, … mit Tipps, Aufbauanleitungen und genauen Berechnungen. So fing ich an nach diesen Prinzipien meine ersten geodätisch konstruierten Kugeln zu bauen. Wie durch ein Wunder bildet sich dann beim Zusammenbau eine perfekte Kugel wie von selbst. Mathematik wird dabei ästhetisch und anschaulich. So baute ich drei Kugeln mit 64 cm, 128 cm und 256 cm Durchmesser. Und jedes Mal funktionierte es mit einer ungeahnten Leichtigkeit.

Nun möchte ich aufgrund dieser neuen Erkenntnisse und Erfahrungen, einen zweiten Versuch zum Bau einer 512 cm großen Kugel auf dem Wacker-Gelände starten. Dafür werde ich das Material fertigzugeschnitten und vorbereitet mitbringen. Die eigentliche Montage und Zusammenbau der gesamten Kugel sollte mit 6- 8 Helferinnen und Helfern in 4-6 Stunden vor Ort möglich sein. Damit wird das Projekt, was vor 24 Jahren mehr oder weniger gescheitert ist, wiederaufgenommen und dank neuer Erkenntnisse und Konstruktionsmethoden zu einer neuen Vollendung gebracht. Die Kugel wird demontierbar sein. Langfristig wird für den „Planet1“ ein dauerhafter, öffentlicher Standort gesucht. Sobald dieser gefunden ist, wird dort dann vor Ort, eine wetterfeste „Oberfläche“ für den „Planeten“ angebracht. PLANET 1 ist wiederrum die „Vorstufe“ oder auch ein Modell für das größere Projekt: PLANET 2

 

LITERATURFREUNDE

LITERATURFREUNDE
Wacker liest EIN BUCH: BRÜDER von JACKIE THOMÈ

Nach Iwan McEwans genialem vorletzten Roman „MASCHINEN WIE WIR“, der uns alle gleichermaßen begeistert hat, geht es nun zurück auf die Short List des Deutschen Buchpreises 2019. Wir lesen BRÜDER, der bekanntermaßen den Buchpreis dann nicht bekommen hat, und auch grundsätzlich sehr unterschiedlich besprochen wurde:
www.perlentaucher.de/buch/jackie-thomae/brueder.html

Wir machen uns selbst ein Bild davon und sind gespannt.
Am 10. März um 20.00 treffen wir uns wieder. Wer Lust hat, nur bei diesem Buch mitzudiskutieren, kann auch nur einmal dazukommen. Wie es beliebt. Wir freuen uns auf einmalige, mehrmalige und ständige, alte wie neue Mitleserinnen und Mitleser.

LITERATURFREUNDE

24. April: Wacker liest ein Buch 8
DER ENDLOSE SOMMER von MADAME NIELSEN

Die süßen Verwirrungen und Verführungen eines langes Sommers haben wir gerade noch in dem wunderschönen Sommer-Film „Call me by your Name“ verfolgt und haben mit dem jungen Protagonisten Elio mitgelitten, mitgefiebert, mitgenossen. Da scheint uns DER ENDLOSE SOMMER von MADAME NIELSEN, die früher mal Herr Nielsen war, eine vielversprechende literarische Fortsetzung zu sein.
Zumal, auch wenn wir keine 16 mehr sind, der Frühling auch in uns die Lust auf einen neuen, endlos langen Sommer weckt.

„Und plötzlich beginnt er, der endlose Sommer, in dem alles möglich ist, die Zeit und das Licht stillstehen, alle aufleben und der düstere Gutshof sich in eine Art Hippie-Kommune verwandelt, in der für jede Exzentrizität Platz und Luft zum Atmen da ist,“ so fasst Ijoma Mangold in der ZEIT Literatur-Beilage den Roman zusammen.

Nachlese: Jürgen Heimbach

Der Schriftsteller Jürgen Heimbach stellte am 06.10. im Wacker-Wohnzimmer seine Nachkriegstrilogie “Unter Trümmern”, “Alte Feinde” und “Offene Wunden” vor, die von den Entbehrungen, den Aufbrüchen, den Verdrängungen und Hoffnungen sowie Verbrechen in den Jahren 1946 bis 1950 erzählt.

Vielen Dank an Jürgen Heimbach für einen anregenden und informationsreichen Abend!

    

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LITERATURFREUNDE

Wacker liest ein Buch 4
Die TERRANAUTEN von T.C.Boyle haben wir abgeschlossen. Wir kehren zurück nach Europa und begleiten nun die Schriftstellerin NATASCHA WODIN bei ihrer Spurensuche in die Ukraine. In SIE KAM AUS MARIUPOL befasst sie sich mit dem Leben ihrer Mutter, das in Mariupol am Asowschen Meer beginnt, in die Zwangsarbeit nach Nazi-Deutschland führt und in einem Lager für ‚Displaced People‘ im Nachkriegsdeutschland endet.
Natascha Wodin erhielt für ihren Roman den diesjährigen Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik .

Wir treffen uns wieder am 24. Oktober in F.3 und freuen uns auch über neue Mitleserinnen und Mitleser.

LITERATURFREUNDE

WACKER LIEST EIN BUCH 3
Nachdem wir die Diskussionen über „Unterwerfung“ von Michel Houellebecq abgeschlossen haben, verlassen wir nun das alte Europa und begeben uns am 22. August (neuer Termin) mit T.C. Boyle in die USA. Wir lesen seinen neusten Roman „DIE TERRANAUTEN“, der eine andere Art von Mikrokosmos zum Thema macht.
Wie immer freuen wir uns auch über Neuzugänge.