Eröffnung Ausstellung Arthur Kunz 02.07.2021

Freitag, 02.07.2021 um 20 Uhr
im Gastatelier der Wacker Fabrik | Eingang F.4
Eröffnung der Ausstellung
ARTHUR KUNZ
monitor

Eröffnung mit Getränken von der WACKER WANDERBAR
vor dem Ateliertrakt im Wacker Hof
Zutritt zum Ausstellungsraum in limitierten Zeitfenstern und Besucherzahl
einschließlich Registrierung und Maskenpflicht gemäß aktueller Bestimmungen

Ausstellung:
03.07. – 11.07.2021
Öffnungszeiten:
Samstag | Sonntag jeweils 16 – 19 Uhr
oder nach Vereinbarung

WACKER GASTATELIER INFO

In einem achtmonatigem Malprozess während seines Aufenthalts im Wacker-Gastatelier hat ARTHUR KUNZ an seinem monumentalen Bildwerk „Monitor“ gearbeitet. KUNZ ist studierter Informatiker und hat als solcher lange Zeit gearbeitet, was sich nicht nur in der Wahl des Titels und des Motivs wiederspiegelt, sondern auch in der künstlerischen Strategie und der Machart des entstandenen Werks. Der titelgebende Monitor ist zunächst einmal das Fenster zu den überwiegend aus dem Internet gefischten Bildmotiven, die Grundlage für die verschiedenen Schichten auf den 21 Einzelleinwänden des fast sechs Meter breiten und über drei Meter hohen Bildtableau ist. An diesen Bildern verschiedenster Thematik interessiert KUNZ aber vor allem die Pixelstruktur, die schließlich auch die formale Ordnung des Gesamtbildes mitbestimmt. So beginnt der Arbeitsprozess mit einem speziell entwickeltem „Prozessplan“, der den Arbeitsprozess deterministisch leitet und auch die Verteilung der zunächst 21 Bildmotive steuert. Die Leinwände selbst bilden somit quasi Megapixel, die das Gesamtbild grundlegend strukturieren. Über die anfänglichen Schichten mit den ausgewählten Bildmotiven legt KUNZ dann gemäß „Prozessplan“ weitere Schichten, die das Grundmotiv immer weiter zudecken. Dabei arbeitet er die den Bildmotiven zugrundelegende Pixelstruktur in fast archaisch wirkender handwerklich-analoger Weise mittels Garn, Draht oder Klebeband wieder ein und unterwirft sich in allen folgende Schichten systematisch streng, jedoch malerisch zuweilen expressiv der Pixelstruktur. Abgeleitet aus einem Screenshot einer bekannten Betriebssystem-Oberfläche überzieht er schließlich in einer letzten Schicht das Gesamtbild mit einer schwarz-weißen Pixelstruktur, die darunterliegende Bildebenen nur noch erahnen lassen. So nährt sich die Oberfläche aus den Tiefen des Untergrundes, dessen Verschwinden einem beim Betrachten in den Bann zieht.

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