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Mareike Fallwickl

Mühlengeschichten
In Märchen, Sagen und Geschichten geht die Erzählerin Lotte von der Inde auf
Mühlenpfaden – zwischen Modau und Mordach, Waschenbach und Bärbach.
Das Geräusch der klappernden Mühle kannte hier früher einmal jedes Kind.
Stand der wohlhabende Müller vielleicht mit dem Teufel im Bunde? Wer ist die Katze an der Seite des armen Müllerjungen? Und wann drehte sich die Mühle zum letzten Mal?
Lotte: “ Ich habe zum Jubiläum Historisches, Sagen, Geschichten und Aberglauben vermahlen. Das wird schön!“
Zur Kunst des Erzählens
Erzählen bedeutet: die Landschaft einer Geschichte auf den Füßen der eigenen Worte zu durchwandern. Es heißt nicht lesen, nicht rezitieren, nicht auswendig lernen, sondern frei sprechen. Erzählen entfaltet sich im Kontakt mit dem Publikum, es ist immer wieder neu.
Erzählen basiert auf der Tradition der mündlichen Überlieferung, ohne die ein großer Teil der uns bekannten Mythen, Märchen und Legenden nicht mehr existieren würde. In Kulturen ohne Schriftsprache übernahm und übernimmt der Erzähler/die Erzählerin die Funktion einer Bibliothek: das Repertoire einer solchen Person könnte Tausende von Geschichten umfasst haben. Heutige Erzählerinnen und Erzähler nehmen den Faden einer lange in Vergessenheit
geratenen Kunst wieder auf und spinnen ihn in der Gegenwart fort.
Im Erzählen wird die Musikalität von Sprache erfahrbar.
Erzählen und Lauschen ist ein Erlebnis.




60/60-Vortrag#24 | Johanna Benz: GRAPHIC RECORDING #2 Vortrag + Workshop
Zum zweiten Mal ist Johanna Benz zu Gast im WackerKunst-Gastatelier. Sie ist Zeichnerin und übersetzt als graphic recording artist verschiedene Texte, Vorträge und Gespräche synchron in Bilder. Seit 2013 zeichnet sie gemeinsam mit Tiziana Beck unter dem Namen „graphicrecording.cool“. Das Duo mit Sitz in Leipzig und Berlin entwickelt individuelle grafische Aufzeichnungsformate für Konferenzen, Symposien und Dialoge.
Durch den Live-Zeichnungsprozess illustrieren und kommentieren sie Fakten, Ideen, Statements, sowie subjektive Bilder mit dem Ziel, neue Verbindungen zwischen visueller und angewandter Kunst, Wissenschaft, Forschung und Bildung herzustellen.
In ihrem Workshop-Vortrag wird diesmal das Publikum aktiv einbezogen; also: Auf die Plätze. Zeichnen. Los!

