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Deutschland 1946: Die Zeiten sind hart. Hunger, Kälte und die Sorge um vermisste Angehörige dominieren das Leben. Paul Koch kehrt nach zwölf Jahren in das zerstörte Deutschland zurück. 1936 ging er nach Spanien, um gegen Franco zu kämpfen. Jetzt braucht die Polizei dringend jeden politisch Unbelasteten. Doch Kollegen und Vorgesetzte begegnen dem Kriminalkommissar mit Misstrauen. Und auch Koch ist auf der Hut.
Der Schriftsteller Jürgen Heimbach stellt mit den drei Romanen “Unter Trümmern”, “Alte Feinde” und “Offene Wunden” seine Nachkriegstrilogie vor, die von den Entbehrungen, den Aufbrüchen, den Verdrängungen und Hoffnungen sowie Verbrechen in den Jahren 1946 bis 1950 erzählt. Im Mittelpunkt stehen der aus dem Exil in seine Heimatstadt Mainz zurückgekehrte Kommissar Paul Koch, der sich den Schatten der Vergangenheit, auch seinen eigenen stellen muss, und der alltägliche Überlebenskampf der Kriegswitwe Dorothea Becker, die sich um ihren im Krieg schwerverletzten Sohn kümmern muss.
Kriminalkommissar Paul Koch ist einer der „Unbelasteten“, die nach Ende des zweiten Weltkriegs auch bei der Polizei dringend gebraucht werden. Es geht schließlich um nicht weniger als einen neuen Staat aufzubauen, das Vertrauen in rechtsstaatliche Ermittlungsbehörden und eine gerechte Justiz zu schaffen. Aber gibt es eine Gerechtigkeit nach den Schrecken, des Krieges, der Diktatur und des Holocaust?
Paul Koch war mehr als zehn Jahre fort aus Deutschland, war nach Frankreich geflüchtet und kämpfte in Spanien gegen die Faschisten. Nach der Befreiung Deutschlands kehrte er zurück und fragt sich fortan zunehmend, warum. Denn er sieht Nazisympathisanten auch in Polizei und Justiz, Kollegen und Vorgesetzte begegnen ihm mit Misstrauen.
Im ersten Teil „Unter Trümmern“ hat es Paul Koch vor allem mit Menschen zu tun, die aus der desolaten Lebenssituation – Hunger, fehlender Wohnraum, mangelnde medizinische Versorgung – Kapital zu schlagen zu versuchen und dafür auch nicht vor brutalen Verbrechen zurückschrecken.
„Alte Feinde“ konfrontiert Paul Koch mit einer anderen Nachkriegszeit: die Besetzung des Rheinlandes durch vor allem französische Truppen nach dem Ersten Weltkrieg.
Im dritten Band „Offene Wunden“ sind die Flüchtlingsströme nach dem Zweiten Weltkrieg und die Gründung des Bundeskriminalamtes die Themen.
Jürgen Heimbach wurde 1961 in Koblenz geboren. Ausbildung zum Kaufmann, Studium der Germanistik und Philosophie in Mainz, Regieassistent am Staatstheater Mainz, Mitbegründer des Theaters „darK-Halle“, Photo- und Filmarbeiten, seit 2008 Veröffentlichung von sechs Romanen und zahlreichen Kurzgeschichten, seit 1996 Redakteur bei 3sat, Mitglied im Syndikat, Mörderisches Rheinhessen und Dostojewskis Erben. Die beiden Romane „Unter Trümmern“ und „Alte Feinde“ waren von der Krimi-Couch für den Krimiblitz nominiert.
Mehr unter www.juergen-heimbach.de/kriminalromane

Short Visibles II ‒ Vorgestellt von Karin Hochstatter
Die „Short Visibles“ sind eine lose Reihe von Kurzfilmabenden, welche die Kölner Künstlerin Karin Hochstatter in unregelmäßigen Abständen zusammenstellt.
„Short Visibles“ sind kurze Filme/Videos von Künstler*innen mit einer Dauer zwischen 1
und 7 Minuten. Es werden pro Abend etwa 15‒20 Filme gezeigt.
Die Zusammenstellung „Short Visibles II“ präsentiert u. a. Filme von:
Mirek Balonis/Jutta Riedel, Katja Butt, Christine Camenisch/Johannes Vetsch, Gundi
Feyrer, Anja Ganster, Tina Haase, Rut Himmelsbach, Karin Hochstatter, Annebarbe
Kau, Parvez Imam, Ingrid Roscheck, Nicola Schrudde, Irene Weingartner.
„Short Visibles“ sind filmische Miniaturen: spontan oder kalkuliert, mal flüchtige
Beobachtung, mal intensiver Blick, einmal dokumentarisch ein anderes Mal narrativ, aus
verschiedenen Blickwinkeln und Zeitperspektiven.
Beginnend mit der dokumentarischen Beobachtung in „DEAL“ von Rut Himmelsbach
(2000, 07:05 Min.), die sie in einem Londoner Park selbst unbeobachtet machte ‒ eine
Alltagsminiatur über Tausch und Austausch. Über den durch Bewegung der Kamera von
Tina Haase ironisch in „Kunstflug“ (2015, 03:46 Min.) transformierten Flugverkehr am
EuroAirport Basel oder die hypnotisch in unendliche Tiefen Schweizer Autobahntunnel
führende Kamerafahrt von Christine Camenisch und Johannes Vetsch in „Tauchen 3“
(2013, 03:54 Min.). Andere Momente dokumentarischer Beobachtung werden zu skurrilen
Ordnungsversuchen, wie bei „Almabrieb“ von Tina Haase/Karin Hochstatter (2013, 03:00
Min.), wo aus dem Off zitierte Putz- und Pflegetipps des Online-Portals „FragMutti.de“ zur
manuellen Reinigung eines alpinen Bergpanoramas herangezogen werden. Während
Gundi Feyrer vermeintlich zufällige Alltagsbeobachtungen nach ihrem „Zusammenhang“
(2018, 2:55 Min.) befragt. Wieder andere Filme strukturieren mittels Animation den Blick
auf Alltägliches neu, wie bei „Sweet Home“ von Ingrid Roscheck (2015, 05:24 Min.), die
virtuell ein Haus aus Zuckerstücken kon- und dekonstruiert oder „Division“ von Parvez
Imam (2015, 02:04 Min.), der sich mit der ins Unendliche weisenden Zergliederung von
sprachlichen Strukturen und Begriffen befasst.

Hunderte von VIDEOPORTRAITS hat der Künstler RAINER LIND in den letzten Jahren geschaffen und veröffentlicht. Entstanden sind die Filme aus längeren Interviews mit Menschen, die etwas Besonderes zu erzählen haben. Darunter sind viele Persönlichkeiten, die in kulturellen Bereichen wie Kunst, Fotografie, Theater, Design, Architektektur, Film und Musik tätig sind. Aber auch JuristInnen, Landwirte, PolitikerInnen, LehrerInnen und SchülerInnen, oder Aussteiger erzählen über sich, ihr Leben und das, was sie antreibt. LIND gelingt so ein eindringliches Gesellschaftspanorama, das einen Querschnitt durch alle Altersgruppen und Lebenskulturen der Gegenwart sichtbar werden lässt, je länger und öfters man sich den Filmen widmet.
In seinem Vortrag wird RAINER LIND zunächst anhand von einigen beispielhaften kurzen Film-Sequenzen einen Querschnitt seiner filmische Arbeiten vorstellen. Einige längere Film-Ausschnitten geben dann Einblick in seine Art der Annäherung an Menschen aus ganz unterschiedlichen Kontexten.
Mehr zu Rainer Lind
Ab 11 Uhr treffen wir uns in f.3 zum gemeinsamen Brunch zur Einstimmung, zum Austausch und zur Vorbereitung von „Wacker 25“, dem 25-jährigem Jubiläum der Wacker Fabrik.
Jeder bringt etwas fürs Buffett mit! Vorarlberger Butter, Käse und Brot importieren Tom und Sonja frisch aus den Alpen in die Wacker Fabrik. Wer Fragen hat zum Brunch, darf sich gerne an Tina, unsere erfahrene Frühstücksorganisatorin, wenden.
Schön wäre es auch, wenn die Eine oder der Andere schon einen Idee für eine Veranstaltung, die im Laufe des Jahres 2020 stattfinden könnte, mitbringt. Bisher schon angedachte Formate sind: Ausstellung, Salon, Konzert, Theater, Vortrag, Fest, Dinner.
SONJA und RALF
Heute steht die endgültige Terminabstimmung für das Jahres-Progamm „Wacker 25“ auf der Tagesordnung.
Ralf P
Jahreshauptversammlung des Kulturvereins Wacker Fabrik.
Auf der Tagesordnung stehen:
– Jahresbericht 2019
– Wahl des Vorstands
– Planung und Organisation Jubiläumsjahr „Wacker 25“
Es lädt ein der Vorstand (Gritta | Ralf | Charly)
RUNDGANG: 16.00 Uhr Industrie-Denkmal-Führung Wacker Fabrik mit Frau Mannhardt, Leiterin des Denkmalamtes des LADADI, und Ralf Peters, Kulturverein Wacker Fabrik e.V. | * Anmeldung erforderlich – auch von allen in der Wacker Fabrik wohnenden und arbeitenden Menschen, die teilnehmen möchten- wegen Corona ist die Teilnehmerzahl begrenzt-unter: rundgang@wacker-f3.de
Die Führung startet im Außenbereich an verschiedenen Gebäuden und dann werden 4 Innenbereiche gezeigt, die heute vermietet sind und die Mieter freundlicherweise Zugang gewähren. Es sind Mieträume in den Gebäudne: d, e, g, h.
Anschließend wird im Wackerloft historisches Filmmaterial über die Wacker Fabrik(1994-96) gezeigt, die Wacker Wanderbar bietet im Außenbereich-Innenhof- Getränke an und ab 19 Uhr findet die Klangperformance „Ruinen der Erinnerung“ des Wacker Gastkünstlers Arthur Kunz statt.
Wacker 25 – Jubiläumsparty: Verschoben ins nächste Jahr!
Infos folgen.
Infos und Einladungen folgen

